Wie alles begann

Die Geschichte von Praiseland beginnt im Jahr 2002. Fünf Freunde sitzen zusammen in einem Wohnzimmer und träumen gemeinsam den Traum  von einem christlichen Camp in Rheinland Pfalz. „Camp“ zu sein bedeutete von Anfang an, mehr als nur „Campingplatz“. Camp bedeutet, Menschen zusammenführen, Leben miteinander zu teilen und außergewöhnliche Erfahrungen zu machen. 2004 finden die ersten beiden Campwochen mit 380 Campern statt. In den Folgejahren wurden die Angebote kontinuierlich ausgedehnt. Heute ist Praiseland mehr als ein christliches Camp in Rheinland-Pfalz. Auf ständig wechselnden Grundstücken wird jedes Jahr von Mai bis September  aus 50.000 m2 Ackerland das Praiselandgelände. 300 Tonnen Material werden innerhalb kürzester Zeit bewegt und zu einem großen  faszinierenden Ganzen zusammengefügt. Zwischen 1000 und 2000 Gästen nehmen aktuell pro Saison an den unterschiedlichen Angeboten teil. Ca. 250 ehrenamtliche Mitarbeiter investieren ihre Freizeit in die Praiselandarbeit und geben mit ihren Gaben und Talenten dem Ganzen ein Gesicht.

Glauben leben lernen

Drei Worte beschreiben unsere Motivation und unser Engagement:

Glauben

Der persönliche Glaube an Jesus Christus ist uns wichtig, ebenso wie das „miteinander glauben“. Gerade in unseren Camps berührt immer wieder die Feststellung: Ich bin (mit meinem Glauben und meinen Wertevorstellungen) nicht allein.

Leben

Jeder will leben, jeder hat seine Lebensphilosophie, seine eigene Sicht von der Welt. Praiseland ist ein Ort, an dem jeder seine Sicht von der Welt und vom Leben mitbringen und vorurteilsfrei äußern kann. In der Begegnung mit anderen kann die eigene Überzeugung geprüft, gewichtet und vielleicht auch verändert werden.

Lernen

Für viele ist dieses Wort, oft durch schulische Prägungen, negativ belastet. Wir füllen diesen Teil unseres Mission Statements positiv im Sinne von neugierig sein, Veränderung, Weiterentwicklung, Neues entdecken.

In allem was wir tun wollen wir:

Glauben leben

Christlicher Glaube, wie wir ihn verstehen ist konkret, dient dem Leben, fließt ein in unser Denken und Handeln und wird somit im Alltag sichtbar.

Glauben lernen

Christlicher Glaube ist nicht immer gleich.Veränderungen im Glauben zulassen, weiterkommen und neue unbekannte Facetten entdecken – das und noch viel mehr steckt für uns hinter diesen beiden Worten.

Leben lernen

Es ist unsere tiefste Überzeugung, dass Gott will, dass wir unser Leben aktiv gestalten. Jeder Mensch hat eine von Gott geschenkte Gestaltungsfreiheit. Frei bedeutet jedoch nicht rücksichtslos – das gilt es zu lernen. Grenzen zu erkennen und anzuerkennen hat etwas mit „leben lernen“ zu tun – und dies kann ich am besten von und mit anderen gemeinsam.


Wie wir organisiert sind

Organisatorisch sind wir als CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) ein gemeinnütziger, überkonfessioneller Verein und Teil der weltweiten Gemeinschaft der YMCA (Young Men’s Christian Association).

Praiseland ist Mitglied im CVJM Pfalz e.V. und gehört somit als Teil eines freien Jugendverbandes zur Evangelischen Jugend der Pfalz.

Die Hauptverantwortung für Praiseland liegt in den Händen von zwei Personengruppen.

Der Vorstand ist das Gremium, das in erster Linie mit der organisatorischen und inhaltlichen Leitung des Vereins beauftragt ist.

Das Kernteam ist das Gremium, das in erster Linie für die visionäre Weiterentwicklung der Arbeit verantwortlich ist.

Wir sind unterwegs mit einer Heimat

Praiseland ist immer in Bewegung und das ist für uns eine Qualitätsbezeichnung.

Zum einen bezieht sich dies auf den regelmäßigen Wechsel unseres Standortes, welcher 2015 ein Ende nahm. Alle zwei bis drei Jahre eroberten wir uns ein neues Gelände in einem spannenden Umfeld. Das bedeutete für uns eine Menge Arbeit, bietete unseren Gästen jedoch ein hohes Maß an Abwechslung. Trotz auch der positiven Aspekte eines regelmäßigen Standortwechsels, haben wir uns immer wieder danach gesehnt eine feste Heimat zu finden. Diese haben wir 2015 nun endlich gefunden: Der Margaretenhof im Hunsrück (nahe Kirchberg) ist offiziell unsere Heimat geworden!

Zum anderen bedeutet dies, dass Kreativität und neue Ideen bei uns einen hohen Stellenwert haben. Wir sind ständig auf dem Weg, Neues zu entwickeln, Aktuelles aufzugreifen und daraus Bewegendes zu gestalten. In diesem Sinne sind wir daher auch in Zukunft weiterhin unterwegs uns weiterzuentwickeln und neues Land zu entdecken.

Wir blicken dankbar auf die Zeit zurück, in der Gott uns immer wieder ein neues Gelände geschenkt hat. Nun sind wir aber auch glücklich darüber, dass diese Zeit ein Ende genommen hat und wir eine neue Ära Praiseland anfangen dürfen zu gestalten. Eine Ära Praiseland mit einer festen Heimat!

Beziehung ist alles

Praiseland ist ein Ort, an dem alle Gäste, vor allem jedoch Kinder und Jugendliche, sich wohlfühlen dürfen. Während eines Praiselandaufenthaltes soll jeder Teilnehmer sich in seiner körperlichen, geistigen, sozialen, emotionalen und geistlichen Entwicklung gut aufgehoben wissen. Unser Miteinander soll von gegenseitigem Vertrauen geprägt sein. Vertrauensvolle Beziehungen geben jungen Menschen Sicherheit und Stärke, wir tun alles dafür, dass diese Beziehungen nicht ausgenutzt werden.

Unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter werden geschult, auf Teilnehmer unserer Camps und Gastgruppenangebote acht zu geben und bei einem Verdacht auf vorliegende Gefährdung des Kindeswohls in angemessener Weise zu reagieren. Dazu gibt es von Seiten der Campleitung klare Handlungsanweisungen, damit auch in schwierigen Situationen gute Entscheidungen getroffen werden.

Unterstützt werden wir dabei von unserem Dachverband, dem CVJM Pfalz e.V., von der Evangelischen Jugend der Pfalz sowie von den Jugendämtern der Region.

Alle unsere Mitarbeitenden verpflichten sich zu den vom deutschen CVJM im Jahr 2010 vorgegebenen Grundsätzen eines gewaltfreien, liebevollen und fördernden Umgangs mit den ihnen anvertrauten Menschen. Wir schulen unsere Mitarbeitenden, um sicherzustellen, dass der Anspruch, den wir nach innen und außen vertreten, auch im Campalltag gelebt wird.

Wir leben eine transparente und nicht verharmlosende Kultur, vor allem im Umgang mit sexueller Gewalt. Jeglicher Form von Grenzverletzung treten wir entschlossen entgegen. Betroffene sollen durch uns Hilfe und Unterstützung erfahren.

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